Archiv für die Kategorie ‘Fundraising’

Welche Fördervereine und -gesellschaften gibt es in Dresden für Forschung & Lehre?

Sonntag, 24. Oktober 2010

Während die Zahl der Stiftungen in Dresden, die Forschung fördern, noch sehr übersichtlich ist, existieren weitaus mehr Fördervereine, die meist einzelnen Institutionen zugehörig sind – Hochschulen, Fakultäten, Instituten und Lehrstühlen.

Für die TU Dresden existiert auf deren Webseiten eine Liste mit 48 der uninahen Fördervereine sowie eine Liste mit 14 Absolventenvereine. Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e.V. als übergreifender Förderverein der TU Dresden hat leider keine Präsenz im Internet, die das weitreichende Engagement angemessen widerspiegelt. Weitere Fördervereine sind bspw.: Dresdner Institut für Verkehr und Umwelt (DIVU), …

An der HTW Dresden gibt es das Zentrum für angewandte Forschung und Technologie (ZAFT) e.V., das vor allem Aufgaben in den Bereichen Technologietransfer, Tagungen, Weiterbildung und Forschungsprojekte erfüllt.

Der Freundeskreis der Hochschule für Bildende Künste Dresden e.V. fördert Ausstellungsprojekte und Publikationen der HfBK, Preise, Reisen, Fortbildungen, Veranstaltungen und Studienbedingungen. Mitglieder haben Zugang zu speziellen Previews bei Ausstellungen, zu Sonderführungen, zu Besichtigungen von Ateliers und Werkstätten der Hochschule, zu Ermäßigung, Vorlesungen, Kolloquien und Workshops.

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB Dresden e.V. fördert die “Zusammenarbeit der SLUB mit wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen des In- und Auslands. Sie fördert die Erhaltung und Erschließung der Bestände, ausgewählte Erwerbungen und das Anliegen der Bibliothek, durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen zum wissenschaftlichen und kulturellen Leben der Technischen Universität Dresden, der Stadt Dresden und des Landes beizutragen.”

Der Verein der Freunde und Förderer der Palucca Schule Dresden e.V. wurde 1995 gegründet, um die Schüler und Studierenden der Hochschule ideell und materiell zu unterstützen.

Der Verein Talenteschmiede fördert auch Studierende der Kunsthochschule, Musikhochschule und der Palucca Schule.

Weitere:

  1. Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Kirchenmusik Dresden e. V.
  2. Förderverein Fachschaft Medizin/Zahnmedizin Dresden e.V.
  3. Förderverein Schülerrechenzentrum Dresden e.V.

Welche Dresdner Fördervereine sollten hier noch ergänzt werden?

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X mal 100.000 Euro für Stipendien, Forschung und Entwicklung in Dresden

Samstag, 09. Oktober 2010

In Ostdeutschland gibt es keine großen Konzernzentralen und Hauptgeschäftstellen, die vor Ort Entwicklungsabteilungen aufbauen und nahe Hochschulen mit Forschungsaufträgen betrauen, lautet ein wichtiges Argument, wenn es um die Erklärung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Ostdeutschlands geht.

Dieses Argument gilt auch für Dresden, auch wenn hier eine vergleichsweise hohe Wirtschaftsdynamik verzeichnet wird. (Im Übrigen kommt die Kreativwirtschaft zum gleichen Befund, da Konzernzentralen ihre Marketingbudgets eher am Stammsitz vergeben, als in die Provinz…)

Was tun?

Wir sollten Menschen für Dresden begeistern, die hier ein paar Jahre Neues probieren und aufbauen – Köpfe, die Projekte starten, Kooperationen eingehen, die sie und andere beschäftigen. Vielleicht verlassen sie die Stadt dann wieder und ziehen weiter. Kontakte, von denen eine Stadt profitiert, bleiben aber mit großer Wahrscheinlichkeit bestehen.

Die Dresdner Hochschulen bräuchten dafür z.B. noch mehr Juniorprofessuren. Junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am Anfang ihres professoralen Forscherdaseins, die – das wäre Teil des Kalküls – nach drei bis sechs Jahren bestrebt sind an anderen Hochschulen auf reguläre Professuren berufen zu werden.

Oder Stipendien: Mit dem Aufbau des Nationalen Stipendienprogramms bzw. des sogenannten Deutschlandstipendiums verdoppelt die Bundesregierung die von den Hochschulen ab 2011 von privaten Spendern und Institutionen eingeworbene Stipendien. Zusätzliche Stipendien werden dann zum Werbeargument für Dresden als Studien-, Lebens oder Arbeitsort (im Falle von Doktoranden).

Woher kann das dafür benötigte Geld kommen? Der Freistaat wird in Zukunft eher Professorenstellen abbauen als zusätzliche zu schaffen. Und Stipendien sollen – so der Plan der Bundesregierung – noch häufiger von Industrie und Wirtschaft kofinanziert werden.

Bis es in Dresden wieder eine blühende Stiftungslandschaft gibt, die in der Lage ist massiv in Wissenschaft und Bildung zu investieren, ist noch mehr Zeit notwendig. Doch wir sollten jetzt anfangen diese Stiftungen zu erfinden, damit sie wachsen können.

Mit ca. 100.000 Euro lässt sich eine Juniorprofessur ein Jahr lang grundfinanzieren. Oder das Stiftungskapital für ein jährliches Stipendium, das neue Talente nach Dresden lockt und hier bindet.

Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer

Dienstag, 05. Oktober 2010

Anknüpfend an den vorherigen Beitrag:

Im Oktober 2000 errichtete die Stadt Leipzig die “Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer” mit dem Auftrag, die allgemeinen Rahmenbedingungen für Innovation und technologische Entwicklung in Leipzig zu verbessern. Dafür wurde die Leipziger Stiftung mit einem Grundstockvermögen von 25.500.000 ausgestattet.

Das Kapital stammt aus dem Verkauf von Anteilen der Stadtwerke Leipzig GmbH.

Was bedeutet das für Dresden? Mit 25.000.000 Euro von der Stadt ist bisher nicht zu rechnen – wir müssen wohl zusammenlegen.

Welche Dresdner Stiftungen fördern Wissenschaft und Innovationen?

Freitag, 01. Oktober 2010

Der 8. Sächsische Stiftungstag findet am 7. November 2010 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt. Für uns ein guter Anlass zu fragen, welche Dresdner Stiftungen Wissenschaft und Innovationen fördern.

Die TU Dresden Stiftung wurde im Jahr 2000 gegründet, sie tritt öffentlich jedoch nicht in Erscheinung. Eine Pressemitteilung anlässlich der Gründung informiert über die Zwecke der Stiftung.

Das Universitätsarchiv bietet online eine Veröffentlichung der Fördergesellschaft der TUD von 1998 Förderer und Stifter in Geschichte und Gegenwart (PDF), in der “seit 1990/91 wirksame Stiftungen, Spenden, Schenkungen, Preise und Stipendien” aufgeführt wurden. Dazu gehören z.B.: Otto-Hänsel-Stiftung und Teekanne-Stiftung (beide auf dem Gebiet der Verarbeitungsmaschinen/ Verarbeitungstechnik), Heinz-Schepitz-Stiftung, Spangenberg-Stiftung, Stiftung Mollier-Haus, Prof.-Kurt-Schwabe-Stiftung, …

Die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank fördert Projekte auch in den Bereichen Bildung und Wissenschaft.

Die Stiftung Dresdner Seniorenakademie Wissenschaft und Kunst und die Studentenstiftung Dresden arbeiten unter dem Dach der Bürgerstiftung Dresden. Beide Stiftungen fördern Studium und Lehre für Senioren bzw. StudententInnen und PromotionsstudentInnen – Forschung & Entwicklung also nur indirekt. Beide Stiftungen sammeln Zustiftungen, um ihren Stiftungsgrundstock  zu vergrößern, aus denen Erträge für Förderprojekte erzielt werden.

Die Stiftung zur Förderung der Wissenschaftlichen Schule Zunker-Busch-Luckner wurde nach eigenen Angaben als erste Umweltstiftung in den neuen Bundesländern begründet. Zweck der Stiftung ist es, Forschung und Bildung zum Umweltgut Grundwasser zu fördern. Er wird durch die Stiftung des Dresdner Grundwasserforschungspreises, durch Förderstudienplätzen, durch die Vergabe von Dissertations- und Habilitationsstipendien und Auslandsstipendien erfüllt.

Die Rudolph-Lüning-Stiftung fördert “junge Leute, die sich der Biotechnologie verschrieben haben, sowie hervorragende wissenschaftliche Projekte” und wurde 2006 von Rudolph Lüning errichtet, einem Radeberger Unternehmer, der erfolgreich Dialysatoren entwickelt und herrstellt. Ein Bericht über das Stiftungsgeschäft bietet weitere Infos über die Hintergründe.

Die Stiftung Deutsches Hygiene-Museum ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Dresden. Ihr gemeinnütziger Zweck ist die Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur. Sie erhält zu gleichen Teilen jährliche Kostenbeiträge des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden. Darüber hinaus erhält die Stiftung in begrenztem Umfang Zuwendungen von Unternehmen und Stiftungen.

Wer kennt weitere Beispiele?

Das Stiftungsverzeichnis der Landesdirektion Dresden dürfte dafür eine gute Quelle sein… Die Liste sächsischer Stiftungen in der Wikipedia ist noch sehr kurz.

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[Nachträge vom 2. Oktober 2010]

Zweck der Robert-Luther-Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Optoelektronik und Photonik an der Fachrichtung Physik der TU Dresden.

Die Stiftung Steine-Erden-Bergbau und Umwelt hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Arbeiten sowie die Würdigung überragender landschaftspflegerischer Leistungen auf dem Gebiet Steine-Erden-Bergbau und Umweltschutz zu fördern.

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UNO empfiehlt: Althandys sammeln. Studentenstiftung DD sammelt längst!

Montag, 22. Februar 2010

Spiegel-Online berichtet heute, dass die UNO empfiehlt in Europa mehr Althandys zu sammeln, um Edelmetalle zu sichern und die Umwelt zu entlasten.

Die Studenten in der Studentenstiftung Dresden haben seit ein paar Wochen das Ziel ausgerufen, schnellstens 1.000 ausgediente Mobilfunkgeräte zu sammeln. Je Altgerät erhält die Studentenstiftung drei Euro Spende, um Stiftungsprojekte und das Stiftungskapital zu stärken. Die Geräte werden dafür einem Handyverwerter übergeben, der sie aufwertet oder recycelt. Eine Liste der Sammelstellen steht auf der Stiftungswebseite http://studentenstiftung.de.

Studie: Matching Funds – Staatliche Strategien für private Wissenschaftsförderung

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Stephan A. Jansen und Tome Sandevski vom Lehrstuhl für Strategische Organisation & Finanzierung der Zeppelin University habe eine Studie “Matching Funds” veröffentlicht, in der sie argumentieren,

dass staatliche Matching Funds-Programme die Spendeneinnahmen von Hochschulen signifikant zu steigern vermögen.

Tagung: Fundraising für Hochschulen

Sonntag, 13. Dezember 2009

Am 08.03. bis 10.03.2010 findet in Bad Boll wieder die Tagung “Fundraising für Hochschulen” statt – ein Art Branchentreffen.

Lohnt sich! Und findet nur alle zwei Jahre statt.

Wunsch- und Geschenkideen der SLUB Dresden

Sonntag, 13. Dezember 2009

Wünschen und Schenken sind für gewöhnlich zwei Seiten der selben Medaille namens Weihnachten. Auch die SLUB Dresden hat beides auf dem Radar:

Erwerbungsvorschlägewünsche können bequem im WebOPAC eingegeben werden und alle anderen jüngst im SLUBlog.

Wer diese freundlichen Gesten erwidern möchte: Die Wunsch- und Auswahlliste Buchpatenschaften der SLUB Dresden bietet eine ganze Reihe kostbarer Dokumente, die dringend gerettet und restauriert werden müssen.

Ihre Spende rettet dann mehr als ein paar Buchstaben!

Und: Zeit spenden können Sie auch. Die SLUB Dresden sucht Menschen, die ehrenamtlich helfen möchten – im Buchmuseum, im Web, …