Archiv für die Kategorie ‘Gründen’

X mal 100.000 Euro für Stipendien, Forschung und Entwicklung in Dresden

Samstag, 09. Oktober 2010

In Ostdeutschland gibt es keine großen Konzernzentralen und Hauptgeschäftstellen, die vor Ort Entwicklungsabteilungen aufbauen und nahe Hochschulen mit Forschungsaufträgen betrauen, lautet ein wichtiges Argument, wenn es um die Erklärung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Ostdeutschlands geht.

Dieses Argument gilt auch für Dresden, auch wenn hier eine vergleichsweise hohe Wirtschaftsdynamik verzeichnet wird. (Im Übrigen kommt die Kreativwirtschaft zum gleichen Befund, da Konzernzentralen ihre Marketingbudgets eher am Stammsitz vergeben, als in die Provinz…)

Was tun?

Wir sollten Menschen für Dresden begeistern, die hier ein paar Jahre Neues probieren und aufbauen – Köpfe, die Projekte starten, Kooperationen eingehen, die sie und andere beschäftigen. Vielleicht verlassen sie die Stadt dann wieder und ziehen weiter. Kontakte, von denen eine Stadt profitiert, bleiben aber mit großer Wahrscheinlichkeit bestehen.

Die Dresdner Hochschulen bräuchten dafür z.B. noch mehr Juniorprofessuren. Junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am Anfang ihres professoralen Forscherdaseins, die – das wäre Teil des Kalküls – nach drei bis sechs Jahren bestrebt sind an anderen Hochschulen auf reguläre Professuren berufen zu werden.

Oder Stipendien: Mit dem Aufbau des Nationalen Stipendienprogramms bzw. des sogenannten Deutschlandstipendiums verdoppelt die Bundesregierung die von den Hochschulen ab 2011 von privaten Spendern und Institutionen eingeworbene Stipendien. Zusätzliche Stipendien werden dann zum Werbeargument für Dresden als Studien-, Lebens oder Arbeitsort (im Falle von Doktoranden).

Woher kann das dafür benötigte Geld kommen? Der Freistaat wird in Zukunft eher Professorenstellen abbauen als zusätzliche zu schaffen. Und Stipendien sollen – so der Plan der Bundesregierung – noch häufiger von Industrie und Wirtschaft kofinanziert werden.

Bis es in Dresden wieder eine blühende Stiftungslandschaft gibt, die in der Lage ist massiv in Wissenschaft und Bildung zu investieren, ist noch mehr Zeit notwendig. Doch wir sollten jetzt anfangen diese Stiftungen zu erfinden, damit sie wachsen können.

Mit ca. 100.000 Euro lässt sich eine Juniorprofessur ein Jahr lang grundfinanzieren. Oder das Stiftungskapital für ein jährliches Stipendium, das neue Talente nach Dresden lockt und hier bindet.

Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer

Dienstag, 05. Oktober 2010

Anknüpfend an den vorherigen Beitrag:

Im Oktober 2000 errichtete die Stadt Leipzig die “Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer” mit dem Auftrag, die allgemeinen Rahmenbedingungen für Innovation und technologische Entwicklung in Leipzig zu verbessern. Dafür wurde die Leipziger Stiftung mit einem Grundstockvermögen von 25.500.000 ausgestattet.

Das Kapital stammt aus dem Verkauf von Anteilen der Stadtwerke Leipzig GmbH.

Was bedeutet das für Dresden? Mit 25.000.000 Euro von der Stadt ist bisher nicht zu rechnen – wir müssen wohl zusammenlegen.

Welche Dresdner Stiftungen fördern Wissenschaft und Innovationen?

Freitag, 01. Oktober 2010

Der 8. Sächsische Stiftungstag findet am 7. November 2010 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt. Für uns ein guter Anlass zu fragen, welche Dresdner Stiftungen Wissenschaft und Innovationen fördern.

Die TU Dresden Stiftung wurde im Jahr 2000 gegründet, sie tritt öffentlich jedoch nicht in Erscheinung. Eine Pressemitteilung anlässlich der Gründung informiert über die Zwecke der Stiftung.

Das Universitätsarchiv bietet online eine Veröffentlichung der Fördergesellschaft der TUD von 1998 Förderer und Stifter in Geschichte und Gegenwart (PDF), in der “seit 1990/91 wirksame Stiftungen, Spenden, Schenkungen, Preise und Stipendien” aufgeführt wurden. Dazu gehören z.B.: Otto-Hänsel-Stiftung und Teekanne-Stiftung (beide auf dem Gebiet der Verarbeitungsmaschinen/ Verarbeitungstechnik), Heinz-Schepitz-Stiftung, Spangenberg-Stiftung, Stiftung Mollier-Haus, Prof.-Kurt-Schwabe-Stiftung, …

Die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank fördert Projekte auch in den Bereichen Bildung und Wissenschaft.

Die Stiftung Dresdner Seniorenakademie Wissenschaft und Kunst und die Studentenstiftung Dresden arbeiten unter dem Dach der Bürgerstiftung Dresden. Beide Stiftungen fördern Studium und Lehre für Senioren bzw. StudententInnen und PromotionsstudentInnen – Forschung & Entwicklung also nur indirekt. Beide Stiftungen sammeln Zustiftungen, um ihren Stiftungsgrundstock  zu vergrößern, aus denen Erträge für Förderprojekte erzielt werden.

Die Stiftung zur Förderung der Wissenschaftlichen Schule Zunker-Busch-Luckner wurde nach eigenen Angaben als erste Umweltstiftung in den neuen Bundesländern begründet. Zweck der Stiftung ist es, Forschung und Bildung zum Umweltgut Grundwasser zu fördern. Er wird durch die Stiftung des Dresdner Grundwasserforschungspreises, durch Förderstudienplätzen, durch die Vergabe von Dissertations- und Habilitationsstipendien und Auslandsstipendien erfüllt.

Die Rudolph-Lüning-Stiftung fördert “junge Leute, die sich der Biotechnologie verschrieben haben, sowie hervorragende wissenschaftliche Projekte” und wurde 2006 von Rudolph Lüning errichtet, einem Radeberger Unternehmer, der erfolgreich Dialysatoren entwickelt und herrstellt. Ein Bericht über das Stiftungsgeschäft bietet weitere Infos über die Hintergründe.

Die Stiftung Deutsches Hygiene-Museum ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Dresden. Ihr gemeinnütziger Zweck ist die Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur. Sie erhält zu gleichen Teilen jährliche Kostenbeiträge des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden. Darüber hinaus erhält die Stiftung in begrenztem Umfang Zuwendungen von Unternehmen und Stiftungen.

Wer kennt weitere Beispiele?

Das Stiftungsverzeichnis der Landesdirektion Dresden dürfte dafür eine gute Quelle sein… Die Liste sächsischer Stiftungen in der Wikipedia ist noch sehr kurz.

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[Nachträge vom 2. Oktober 2010]

Zweck der Robert-Luther-Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Optoelektronik und Photonik an der Fachrichtung Physik der TU Dresden.

Die Stiftung Steine-Erden-Bergbau und Umwelt hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Arbeiten sowie die Würdigung überragender landschaftspflegerischer Leistungen auf dem Gebiet Steine-Erden-Bergbau und Umweltschutz zu fördern.

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Ein Campusradio für Dresden!

Sonntag, 11. April 2010

www.campusradiodresden.de ist eine vielversprechende Initiative, die unsere Unterstützung verdient!

Nächste Sendung am 24. April von 14 bis 16 Uhr auf der Frequenz von coloRadio (98,4 und 99,3 MHz).

Die Radiomacher stehen am Dies academicus am 5. Mai 2010 Rede und Antwort.

Erobert “Coworking” Dresden?

Dienstag, 15. Dezember 2009

Coworking – als Phänomen neuer Arbeits- und Kooperationsformen – stößt inzwischen auch in Dresden auf Interesse. Mit dem Lockschuppen und Creosphäre gibt es aktuell zwei Initiativen, die einen Coworking-Space etablieren wollen.

Mit dem Hub Berlin und dem betahaus in Berlin gibt’s in der Nachbarschaft funktionierende Vorbilder.

Zudem wurde an der Professur für Organisation der TU Dresden gerade eine Diplomarbeit zum Thema Kollaboration durch Coworking ausgeschrieben.

undsonstso und Gründerforum und …

Sonntag, 29. November 2009

Zwei lohnende Veranstaltungen machen sich am kommenden Donnerstag (03.12.) Konkurrenz:

  1. undsonstso, das ohne Plattform- oder Kreativwirtschaftsblablabla…, und
  2. das 33. Gründerfoyer von Dresden exists mit der fischerwerke GmbH & Co. KG an der TU Dresden.

Schwere Entscheidung.

[Nachtrag] Und die 5. Fraunhofer Lounge des Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl und Plasmatechnik FEP findet auch heute (3.12.) statt.