Warum sollten Schotten Becherovka trinken?



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Kulturwissenschaftliche Linguistik hilft Marketingstrategen

Wie sollten High-Tech-Produkte, Lebensmittel oder Immobilien aus Sicht der Linguistik am besten beworben werden? "Denjenigen, die unser Studium durchlaufen haben, erlaubt ihre Kompetenz, in ganz verschiedene Branchen einzusteigen", beschreibt der Linguist Prof. Kuße eines der Ziele seiner Vorlesungen. "Das zeigen wir auch in der Veranstaltung 'Slavistik und Karriere', die bei uns alljährlich im Sommer stattfindet. Dort lade ich Absolventen als Referenten ein, die entweder in einem studiennahen Fach - zum Beispiel als Übersetzer - oder ganz studienfernen Bereichen arbeiten. Eine ehemalige Studentin, die ihre Magisterarbeit zur tschechischen Werbung schrieb, ist heute in einem Cargo-Unternehmen des Frankfurter Flughafens beschäftigt. Ihr Wissen um interkulturelle Kommunikationsformen ist immer noch Basis ihrer Arbeit." Auch aus diesem Grund animiert Holger Kuße seine Studenten, moderne Präsentationstechniken anzuwenden und nicht nur - wie in vielen geisteswissenschaftlichen Fächern immer noch üblich - Referate einfach herunterzulesen. "Schafft der Student es, mich von seinem Thema zu begeistern?", fragt sich der Professor dann, auch im Hinblick auf das Potential der angehenden Linguisten, später in Unternehmen oder der Politik beratend tätig zu werden.

"Die kulturwissenschaftliche Linguistik ist zuvörderst eine beschreibende Wissenschaft - sie kann Meta-Charaktere von nationalen und internationalen Kommunikationsstrategien verstehen helfen. Aber natürlich trägt dieses Wissen auch praktisch dazu bei, die zukünftige Ausrichtung eines Unternehmens oder einer Marke zu prägen. Ein Beispiel? "Die Kräuterschnapsmarke »Becherovka« hätte alles, um mit böhmischen Klischees zu werben und die Beherrschung des nationalen Marktes weiter auszubauen. Stattdessen fahren die Marketingstrategen des Unternehmens eine völlig gegenteilige Strategie: sie versuchen, die Marke global zu etablieren und so Whiskey und Wodka Konkurrenz zu machen. Das steht im Gegensatz zu der sonst verbreiteten Ansicht, dass besonders in der Lebensmittelwerbung nationale Elemente oft von entscheidender Bedeutung für die Wahrnehmung der Marke und damit für ihren Erfolg sind", erklärt Holger Kuße. Ob sich das Schielen nach dem internationalen Markt also für das 1807 gegründete Unternehmen, das inzwischen einem französischen Spirituosengiganten gehört, langfristig auszahlt, muss sich noch beweisen.


Quelle: Dresdner Universitätsjournal

 
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Das ist ein Gläschen und man kann daraus trinken.

:-)
 
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ich versteh das bild nicht.
 
Florian Frisch
 
Warum sollten Schotten Becherovka trinken?

Ist das innovativ?

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