Holzzerstörende Basidiomyceten verursachen massive Schäden an tragenden Konstruktionen von Gebäude. Bisher erfolgen die Bestimmungen durch makroskopische, mikroskopische oder molekularbiologische Untersuchungen. Mit Hilfe des neuen Diagnostikchips - Mycotype® BasidioQS - ist man nun in der Lage, eine eindeutige und zuverlässige Bestimmung von 27 Hausfäulepilzen auch von Mischproben zu realisieren.
Die Identifizierung der Pilze beruht auf der Detektion eines individuellen DNA-Bereichs, der bei jeder Pilzart einzigartig ist. Dieser ITS (internal transcribed spacer)-Bereich ist innerhalb der genomischen rDNA-Region lokalisiert und wird mit Hilfe der PCR (polymerase chain reaction) amplifiziert. Durch die Vervielfältigung ist es möglich geringste DNA-Mengen der Pilze nachzuweisen. Die Identifizierung und Differenzierung der Pilze erfolgt durch die DNA-Chip-Reaktion. Pro Pilz sind jeweils vier spezifische DNA-Sonden in Form von Spots auf einer planaren Glasoberfläche immobilisiert. Nach der Anbindung der vervielfältigten DNA an die pilzspezifische DNA-Sonde wird ein Fluoreszenzsignal erzeugt, dass mit Hilfe eines Laser-Scanners detektiert werden kann (vgl. Grafik).
Durch den zweistufigen Prozess des Pilznachweises durch die PCR-Amplifikation der ITS-Zielregion mit Basidiomyceten-spezifischen Primern und der ALR (arrayed ligation reaction) mit art- bzw. gattungsspezifischen DNA-Sonden wird eine hohe analytische Spezifität der Diagnostik gewährleistet. Die Nachweismethode wurde von der Biotype Diagnostic GmbH in Zusammenarbeit mit dem Institut für Holztechnologie Dresden entwickelt.
Biotype Diagnostic GmbH, Ondrej Krsicka, Tel.: 0351-8838-433 sowie Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH